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Kontrolliertes VorsprungPlus-Versuchsnetz

15.2.2016

Um den Zuchtfortschritt im Hybridroggen schneller in die Praxis zu bringen, startete KWS Anfang 2015 das System VorsprungPlus. Bereits nach offizieller zweijähriger Prüfung und Zulassung in einem EU-Land können neue ertragreiche Roggensorten in Deutschland angebaut werden und damit erreicht der Ertragsfortschritt früher die Praxis. Für eine sichere Beratungsbasis führt KWS seit 2012 in Deutschland parallel zu dem Zulassungsverfahren des Bundessortenamtes intensive Sortenprüfungen als Parzellenversuche im Roggen durch. Durch dieses eigene Prüfsystem stehen schon zu einem frühen Zeitpunkt umfangreiche Ergebnisse und Informationen über neue Hybridroggensorten zur Verfügung. Damit erhält der Landwirt frühzeitig Kenntnisse zum Anbau und zu den Eigenschaften der neuen Sorten der KWS. Zusätzlich bietet die Sortenleistung die Grundlage für eine erhöhte Wirtschaftlichkeit des Roggenanbaus.

Das Versuchsnetz wurde seit 2012 kontinuierlich optimiert und besteht zur Ernte 2016 aus 18 Standorten in den wichtigen Roggenanbauregionen Deutschlands. KWS Getreide führt die VorsprungPlus-Versuche in zwei Intensitätsstufen mit Wiederholungen und randomisierter Versuchsanlage unter Heranziehung der Richtlinien des Bundessortenamtes für die Wertprüfung durch. „Aufgrund unseres Qualitätsanspruches im Versuchswesen stellen wir hohe Anforderungen an dieses Sortenprüfnetz. Dies umschließt eine intensive Betreuung der Versuche mithilfe eines klar definierten Prozesses“, erklärt Dr. Malte Finck, Marketingleiter Deutschland KWS LOCHOW GMBH.  

Für die Standortauswahl sind Kriterien festgelegt, anhand derer die Informationen der einzelnen Standorte bewertet werden und die möglichen Standorte für das Versuchsnetz zugelassen werden. Die Versuchsdurchführung übernehmen ausgewählte Versuchsansteller und Züchtungsstationen der KWS. Während der Vegetationsperiode werden die Versuche regelmäßig durch geschulte Mitarbeiter der KWS besichtigt. Mit Hilfe von Checklisten werden die Versuche nach klaren Regeln bewertet. Die anschließende Verrechnung der Ergebnisse folgt definierten Kriterien für die statistische Verrechnung. Dieser Gesamtprozess dient neben der intensiven Dokumentation der ständigen Evaluation und Optimierung des Versuchsnetzes und sorgt für Transparenz.

Die Entwicklung und Umsetzung des Dokumentations- und Evaluationsprozesses für das VorsprungPlus-Versuchsnetz wurde vom SGS Institut Fresenius begleitet. Die unabhängigen Experten des Prüfinstituts kontrollierten die von der KWS erarbeiteten Prozessbeschreibungen sowie deren Weiterentwicklung. In einem mehrtägigen Audit verifizierten sie zudem die Implementierung des Prüfsystems. „In unserem Audit im Herbst 2015 konnte KWS Getreide uns einen fachlich korrekten und vollständig beschriebenen Prozess für das VorsprungPlus-Versuchsnetz vorstellen. Die definierten Kriterien erlauben eine nachvollziehbare Überprüfung des Vorgehens, von der Auswahl der Standorte über die Versuchsdurchführung bis hin zur Verrechnung der Daten“, beschreibt Betina Jahn vom Prüfinstitut SGS das Ergebnis. Auch in Zukunft wird SGS Institut Fresenius das Monitoring der Prozesse des KWS Roggenprüfnetzes fortsetzen und ab diesem Frühjahr die Versuchsstandorte jährlich kontrollieren. „Die Unterstützung von SGS war in unserem Entwicklungsprozess sehr wertvoll, da wir die Erfahrungen im Qualitätsmanagement in unsere Prozesse einarbeiten konnten“, betont Dr. Malte Finck.

 

Über KWS*

KWS ist eines der führenden Pflanzenzüchtungsunternehmen weltweit. 4.700 Mitarbeiter in 70 Ländern erwirtschafteten im Geschäftsjahr 2014/2015 einen Umsatz von 986 Mio. Euro und erzielten dabei einen Gewinn von 113 Mio. Euro vor Zinsen und Steuern (EBIT). Seit rund 160 Jahren wird KWS als familiengeprägtes Unternehmen eigenständig und unabhängig geführt. Schwerpunkte sind die Pflanzenzüchtung und die Produktion und der Verkauf von Mais-, Zuckerrüben-, Getreide-, Kartoffel-, Raps- und Sonnenblumensaatgut. KWS setzt modernste Methoden der Pflanzenzüchtung ein, um Erträge sowie Resistenzen gegen Krankheiten, Schädlinge und abiotischen Stress weiter zu verbessern. Um dieses Ziel zu realisieren, investierte das Unternehmen im vergangenen Geschäftsjahr mit 174 Mio. Euro und damit 17,7 Prozent des Umsatzes in Forschung und Entwicklung. Weitere Informationen: www.kws.de. Folgen Sie uns auf Twitter® unter https://twitter.com/KWS_Group

*Alle Angaben ohne Einbeziehung der KWS 50/50 Gemeinschaftsunternehmen

 

Kontakt:

Dr. Malte Finck
Leiter Marketing Getreide
Tel. +49-5051-477-125
Mobil +49-173-2394126
malte.finck@kws.com

KWS LOCHOW GMBH
http://www.kws.de/


 
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