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Ein „Zukunftsarchäologe“ auf Expedition

Bettina Ruhrberg, Direktorin des Mönchehaus Museums Goslar, und KWS Vorstandssprecher Hagen Duenbostel vor Werken des Künstlers Julian Charrière.
Bettina Ruhrberg, Direktorin des Mönchehaus Museums Goslar, und KWS Vorstandssprecher Hagen Duenbostel vor Werken des Künstlers Julian Charrière.

3.2.2017

Julian Charrière wird als Forscher, besessener Wissenschaftler, unerschütterlicher Don Quijote, unstillbar Suchender, passionierter und wissbegieriger Künstler, mit einem Hunger nach neuen Erkenntnissen beschrieben. Fotografien und Videos des 29-jährigen Schweizers, der in Berlin lebt, bilden die 10. Ausstellung in der KWS Art Lounge NEWCOMER, die am Mittwoch mit einer Vernissage eröffnet wurde.

„Es ist beeindruckend, wie Charrière mit seiner Kunst die Verbindung zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft herstellt, teilweise über einen Zeitraum mehrerer Millionen Jahre“, sagte KWS Vorstandssprecher Hagen Duenbostel zur Begrüßung der rund 50 Gäste. Duenbostel zog auch eine Parallele zum Wirtschaftsleben, in dem die Frage nach der Nachhaltigkeit eine immer größere Bedeutung bekomme.

Den Künstler und seine Arbeit stellte Bettina Ruhrberg, Direktorin des Goslarer Mönchehaus Museums vor: „Er riskiert auf seinen Reisen in entlegenste Regionen immer sehr viel, um Denkanstöße zu kreieren“, sagte sie über den selbsternannten Zukunftsarchäologen, der sich immer irgendwie auf einer Expedition durch die Welt befindet. Charrière selbst konnte bei der Vernissage nicht dabei sein, weil er gerade in den Vorbereitungen für ein großes Projekt sei, sagte Ruhrberg.

NEWCOMER zeigt Auszüge aus Charrièrs Werkreihen „Tropisme“ und „Polygon“. Für „Tropisme“ hat der Künstler einige der ältesten Pflanzenarten mit flüssigem Stickstoff überzogen, um sie vor dem Verfall zu bewahren. Neun großformatige Bilder zeigen die besondere Ästhetik dieser von einer Eisschicht umhüllten Pflanzen. Die Bilder der Reihe Polygon und der dazugehörige Film „Somewhere“ sind auf einem ehemaligen Testgelände für atomare Waffen der Sowjetunion in Kasachstan entstanden und machen sichtbar, wie sehr der Landstrich vom Einwirken des Menschen beeinflusst ist. Diesen Einfluss übermittelt auch eine kurze Videoschleife, die in Island gedreht wurde. Auf einem Berg stößt Charrière einen Stein den Abhang hinab. Annähernd zwei Minuten rollt dieser Stein anschließend unaufhaltsam auf das Tal zu.

Charrière wurde im vergangenen Jahr mit dem Goslarer Kaiserringstipendium ausgezeichnet, das seit 1984 vom Verein zur Förderung Moderner Kunst verliehen und seit 2014 von der AKB-Stiftung in Einbeck gefördert wird. Der jeweilige ausgezeichnete Nachwuchskünstler stellt seine Arbeit parallel zum aktuellen Träger des Kaiserrings im Mönchehaus Goslar aus. Im Anschluss an diese Ausstellung präsentieren die Künstler ihre Arbeit in der KWS Art Lounge.

Dort ist die Ausstellung von Julian Charrière noch bis zum 18. März 2017 zu sehen. NEWCOMER ist mittwochs von 11 bis 13 Uhr und 15 bis 17 Uhr, freitags von 16 bis 18 Uhr sowie samstags von 11 bis 13 Uhr geöffnet.

Über NEWCOMER

Konzipiert und gestaltet von KWS Auszubildenden, bietet die Art Lounge NEWCOMER jungen Künstlern von morgen die Chance, erste Ausstellungserfahrungen zu sammeln. Die Art Lounge ist dabei nicht auf klassische Malerei beschränkt: Allen möglichen, auch neuen oder neu belebten Formen künstlerischen Schaffens, kann man hier begegnen. Bildhauerei, Fotografie, Druckgrafik, visuelle Medien, Lichtinstallationen oder Performance-Art – NEWCOMER ist für alles offen. Schönes, Schräges, oder einfach Neues, Begegnung, frische Ideen und frischer Wind.

NEWCOMER, KWS Art Lounge, Tiedexer Straße 20 a/b, 37574 Einbeck, newcomer@kws.com, www.kws.de/kunst


Kontakt:
Mandy Schnell
Head of Communications
Tel. +49-5561-311-334
mandy.schnell@kws.com

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