Erkennen
Bodenprobe
Bodenproben können KLARHEIT verschaffen!
Die Nematodendichte kann nur anhand von Bodenproben im Labor festgestellt werden. Mit der Kenntnis der Nematodendichte können dann gezielte Maßnahmen zur Nematodenreduzierung angewandt werden. Eine Bodenanalyse wird daher in der Vorfrucht der Zuckerrübe (Flächenprobe) oder aus der abgereinigten Rübenerde nach dem Anbau (Schwadprobe) empfohlen.
Dazu werden mit einem Bohrstock Bodenproben bei einer Einstichdichte von 100-200 Einstichen pro Hektar gezogen, jeweils 30cm tief. Je mehr Einstiche pro Hektar vorgenommen werden, umso genauer lässt sich die Nematodendichte bestimmen. Wichtig ist, dass die gesamte Fläche gleichmäßig beprobt wird, da Nematoden nesterweise auftreten. Die Proben werden mehrfach diagonal über die gesamte Fläche genommen und in einem Eimer gut durchmischt. Für die Analyse wird insgesamt 1 kg Erde benötigt, die dann zur Analyse verschickt wird.
Als wirtschaftliche Schadensschwelle gilt in Deutschland noch der vor vielen Jahren ermittelte Wert 500 Eier + Larven je 100ml Boden. Bei dieser Verseuchungsdichte des Bodens ist mit Ertragseinbußen von ca. 5% zu rechen. Für leichte, nicht beregnete Böden mit guter Wassernachlieferung ist die Schadensschwelle niedriger anzusetzen (300-500 Eier + Larven je 100ml Boden).
Die Gültigkeit dieser historischen Schadensschwelle für die heutige Anbausituation mit den deutlich leistungsstärkeren nematoden-toleranten Sorten wird derzeit diskutiert und einer kritischen Prüfung unterzogen. Generell kann davon ausgegangen werden, dass die Schadensschwelle umso niedriger anzusetzen ist, je geringer der Leistungsunterschied zwischen anfälliger und toleranter Sorte bei Nichtbefall ist. Für nematoden-tolerante Sorten, die dem Leistungsniveau von Standardsorten entsprechen, würde in diesem Sinne keine Schadenschwelle mehr gelten.


