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Wachstum der Bioenergie beeinflusst Getreidehandel

Bonn, 11. März 2005. Die dynamische Entwicklung beim Aufbau von Bioäthanol- und Biogasanlagen wird auch Auswirkungen auf den Getreidehandel mit sich bringen. Darauf hat der Vizepräsident des Bundesverbandes der Agrargewerblichen Wirtschaft (BVA), Bruno Fehse, hingewiesen. Laut BVA werden bis zur diesjährigen Ernte drei große Bioäthanolanlagen in Deutschland ihre Produktion aufnehmen. Diese sollen insgesamt rund 1,5 Mio. t Getreide verarbeiten, davon 800.000 t Roggen und 700.000 t Weizen.


Getreide
Getreide

Wenn alle Planungen realisiert werden, sollen bis zum Jahr 2008 nach Angaben Fehses zusätzliche Verarbeitungsmengen von 1 Mio. t Getreide entstehen. Es bleibt abzuwarten, ob daraus künftig eine Konkurrenzsituation mit dem Food-Sektor entsteht, so der BVA-Vizepräsident.  Kritisch sieht der Getreidehandel auch die sich abzeichnende Ausdehnung im Biogasbereich. In Deutschland sind nach Schätzungen des BVA rund 2.000 Anlagen zwischen 500 KW und 800 KW geplant. Der durchschnittliche Flächenbedarf je Anlage beträgt 250 ha Getreide oder 200 ha Silomais. Ausgehend von den bisher geplanten Anlagen ergibt sich daraus ein Flächenbedarf von 1,6 Mio. ha, das wären 10 % der landwirtschaftlichen Nutzfläche.

 


 

 

Bundesländer sehen großes Potenzial für Biotreibstoffe

Bonn-Königswinter, 4. März 2005. Im Rahmen ihrer Frühjahrskonferenz haben die Agrarminister der Bundesländer die Bedeutung der Erneuerbaren Energien, insbesondere Biotreibstoffe, als Einnahmequelle für die Land- und Forstwirtschaft unterstrichen. Die Vorsitzende der Agrarministerkonferenz, Nordrhein-Westfalens Landwirtschaftsministerin Bärbel Höhn, betonte, dass die Produktion und Nutzung von Biotreibstoffen nicht nur die Treibhausemissionen verringert, sondern Arbeitsplätze und Wirtschaftswachstum schafft.

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