Zur Ernte 2005 wird mit über 46 Millionen Tonnen Getreide gerechnet
Bonn, 31. Mai 2005. Vorbehaltlich „normaler Witterungs- und Erntebedingungen“ erwartet der Deutsche Raiffeisenverband (DRV) in Deutschland eine Getreideernte von über 46 Mio. t. Das sind nur knapp 9 % bzw. 4,6 Mio. t weniger als im Rekorderntejahr 2004.
Dieses Ergebnis entspricht den Durchschnittserträgen der letzten fünf Jahre. Der DRV stützt seine Erwartungen auf Angaben des Statistischen Bundesamtes. Danach wurde die Getreidefläche – trotz Erhöhung der Stilllegungsrate – um lediglich 0,1 % auf 6,903 Mio. ha reduziert. Die Anbaufläche für den ertragsstärkeren Winterweizen wurde um 3,1 % ausgedehnt.
Die geringeren Erträge sind auf die ungleichen Niederschlagsverteilungen zurückzuführen. Insbesondere in Ostdeutschland fiel das Frühjahr sehr trocken aus. Der DRV erwartet dort eine etwa 12 % geringere und in Westdeutschland eine um 7 % geringere Getreideproduktion. Die Winterweizenernte wird auf 23,8 Mio. t (- 5,3 %), die Gerstenernte auf 11,6 Mio. t (- 11 %) und die Roggenernte auf 3 Mio. t (- 21,2 %) geschätzt. Bei Winterraps geht der DRV von 4,5 Mio. t aus. Das sind knapp 14 % weniger als im Vorjahr. Das ist auf die um rund 17 % niedriger veranschlagten Durchschnittserträge bei einer um fast 4 % erhöhten Anbaufläche zurückzuführen.