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Hohe Rapssaatnotierung für die Ernte 2006

Berlin, 27. Juni 2005. Die Rapsverarbeitung boomt in Deutschland. Das meldet die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen (UFOP). Nach ihrer Meinung wird dieser Trend anhalten, denn die Ölnachfrage wird auch im Wirtschaftsjahr 2005/06 weiter zunehmen.


Rapsblüte
Rapsblüte

Neben dem Einsatz in der Ernährungsindustrie ist Rapsöl für die Biodieselherstellung rege gefragt. Die UFOP rechnet damit, dass Raps im nächsten Wirtschaftsjahr seine Vorzüglichkeit gegenüber Getreide behalten und in Abhängigkeit von der weiteren Preisentwicklung voraussichtlich sogar ausbauen wird. Die aktuelle Rapssaat-Notierung für die Ernte 2006 übersteigt die Getreidenotierungen um weit mehr als das Doppelte, was den Wettbewerbsvorteil für Winterraps nochmals verbessert, so UFOP. Eine Fruchtfolge mit einem hohen Rapsanteil ermöglicht darüber hinaus weitere Stückkostensenkungen. Bei Rübenbauern stellt Winterraps eine interessante Alternative dar, durch die in der Rotation eine Lücke bei der Blattfrucht geschlossen werden kann.

 


Trotz einer aktuellen Rapsanbaufläche von über 1,3 Mio. ha in Deutschland sieht UFOP in vielen Regionen noch weiteres Potenzial für eine Anbauausdehnung. Die derzeitige MATIF-Notierung um 235 Euro/t für den August 2006-Termin bietet  damit eine attraktive wirtschaftliche Kalkulationsgrundlage. EU-weit rechnet UFOP für Biodiesel auch in 2005 und 2006 mit einem weiteren kräftigen Zuwachs. Bis Ende des Jahres stehen hier Produktionskapazitäten von über 3,5 Mio. t zur Verfügung. Dies sind 800.000 t mehr als im Vorjahr und doppelt so viel wie Ende 2002, so UFOP. Mit einem aktuellen Preisabstand von 20 Cent je Liter zu konventionellem Diesel ist Biodiesel für das Transportgewerbe in Biodiesel ein echter Kostensenker. Ein Umstieg lohnt sich nach Meinung von UFOP damit für gewerbliche Flottenbetreiber und auch für Privatkunden.

 

 

 

Rohstoff für Biodiesel kommt in großer Menge aus dem Ausland

Berlin, 10. Juni 2005. Die Rohstoffsicherung für die Biodieselherstellung in Deutschland findet inzwischen in erheblichem Umfang im Ausland statt. Wie die Union zur Förderung von Öl- und Proteinpflanzen (UFOP) berichtet, wurden nach vorläufigen Angaben der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) zur Ernte 2005 durch deutsche Ölmühlen etwa 46.000ha Stilllegungsflächen sowie 82.800ha Energiepflanzen in anderen europäischen Mitgliedstaaten unter Kontrakt genommen.

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