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Mittelfristige Aussichten für Getreide, Fleisch und Milchprodukte günstig

Die Europäische Kommission sagt trotz der derzeitigen Probleme auf vielen Agrarmärkten mittelfristig eine positive Entwicklung für Getreide, Fleisch und Milcherzeugnisse voraus. Dies geht aus den offiziellen Marktprognosen der Kommission für die Jahre 2005 bis 2012 hervor. In den alten Mitgliedstaaten sollen die landwirtschaftlichen Einkommen demnach um 4 % und in den neuen EU-Staaten sogar um 50,4 % je Vollzeitarbeitskraft steigen. Voraussetzung dafür ist jedoch ein Rückgang der Zahl der Arbeitskräfte um 17 %, so das Kommissionspapier.

 


Wegen der aktuell noch hohen Getreidelagerbestände rechnet die Brüsseler Behörde in den nächsten beiden Jahren noch mit einem „fragilen“ Markt. Aufgrund der Entkopplung der Beihilfen, des beibehaltenen Stilllegungssatzes von 10 % und des anziehenden Exportgeschäftes könnten die Bestände aber schrittweise abgebaut werden, so die Prognose. Bis Jahr 2012 soll die Getreideproduktion von geschätzten 261 Mio. t in diesem Jahr auf 271 Mio. t ansteigen. Für den Ölsaatenmarkt geht die Kommission von einer Ausweitung der Produktion im Beobachtungszeitraum um 100.000 t auf dann 17,5 Mio. t aus. Beim Rindfleisch bleibt die Europäische Union weiterhin Nettoimporteur, bei Schweine- und Geflügelfleisch soll die Nachfrage weiter steigen. Am Milchmarkt wird eine so starke Käseproduktion prognostiziert, dass für die Hersteller anderer Erzeugnisse die Milch knapp werden könnte.