Deutsche Rapsernte mit zweitbestem Ergebnis
Berlin, 31. August 2005. Mit einem vorläufigen amtlichen Ergebnis von 5 Mio. t Raps haben die deutschen Erzeuger ihre zweitgrößte Rapsernte eingebracht. Das berichtet die Union zur Förderung von Öl- und Proteinpflanzen (UFOP).
Die Rapsernte liegt über dem mehrjährigen Durchschnitt, das Vorjahresergebnis wurde um 5 % unterschritten. Aus dieser Ernte können 2,1 Mio. t Rapsöl hergestellt und die Rohstoffnachfrage für Biodiesel und Rapsspeiseölen nach Einschätzung der UFOP sichergestellt werden. Produziert wurde der Raps auf einer Fläche von 1,34 Mio. Hektar, die damit erneut um 5 % ausgedehnt wurde. Der Ölgehalt lag im Durchschnitt bei 42 %. Besonders im Norden und Osten erschwerten die häufigen Regenperioden die Ernte. Erhöhte Trocknungskosten waren vielfach erforderlich.
Der Rapsmarkt bleibt von den guten Ertragsschätzungen für die Soja-Ernte in den USA nicht unbeeinflusst, so UFOP weiter. Welche Auswirkungen die Wirbelstürme in den USA auf die Notierungen haben werden, ist noch nicht abzusehen. Der steigende Absatz von Biodiesel bietet eher positive Impulse. Für die Europäische Union wird mit einer Gesamternte von 14,9 Mio. t Raps gerechnet, das wären nur 2 % weniger als im sehr guten Vorjahr. Ein Drittel davon kommt aus Deutschland, gefolgt von Frankreich mit schätzungsweise 4,2 Mio.t.