Europaparlament setzt auf erneuerbare Energien
Brüssel, 12. Oktober 2005. Das Europäische Parlament hat die EU-Kommission und den Brüsseler Ministerrat aufgefordert, mehr für erneuerbare Energien zu tun.
In einer entsprechenden Entschließung riefen die Europaabgeordneten dazu auf, geeignete Zielvorgaben aufzustellen, um den Anteil der klimafreundlichen Energieträger am europäischen Strombedarf bis 2020 auf 60 % anzuheben. Für die erneuerbaren Energien sollte bis zu diesem Zeitpunkt ein Anteil von 20 % am EU-Gesamtenergieverbrauch angestrebt werden, der unter Umständen sogar auf 25 % erhöht werden könnte, heißt es in dem Papier weiter.
Zur Förderung von Biokraftstoffen verlangen die Parlamentarier von der EU-Kommission, im Biomasse-Aktionsplan eine stufenweise Beimischungspflicht von Biosprit in fossilen Treibstoffen vorzusehen. Der Einsatz von Biomasse als Energieträger sollte mit Hilfe von EU-Subventionen und der zweiten Säule unterstützt werden. Zur Energiegewinnung müssten bevorzugt Pflanzen wie Heckenschnitt und Abfallholz genutzt werden, die auf Grenzstandorten wachsen. Damit die Versorgungssicherheit mit Lebensmitteln gegenüber der Energieerzeugung Vorrang behält, sollten nach dem Willen der EU-Abgeordneten Maßnahmen ergriffen werden, die verhindern, dass die Lebensmittelproduktion auf guten Standorten durch die Energieerzeugung verdrängt wird.