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Engpass bei der Ölsaatenverarbeitung befürchtet

Berlin, 14. November 2005. Für die stetig wachsende Nachfrage nach Rapsöl für die Produktion von Biodiesel, Speiseölen und -fetten ist ausreichend Rohstoff verfügbar. Das stellte Dr. Klaus Kliem, Vorsitzender der Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen (UFOP), anlässlich des Fachkongresses „Kraftstoffe der Zukunft 2005“ fest. Er begründete diese Feststellung mit den Rekordernten von mehr als 5 Mio. t Raps in Deutschland und 15 Mio. t in der Europäischen Union. Dies entspricht einer Rapsölmenge von etwa 2 bzw. 6 Mio. t. Dabei werde EU-weit das Flächenpotenzial für den Anbau von Raps nicht ausgeschöpft, so der UFOP-Vorsitzende.


Raps
Raps

Unter Hinweis auf die in Deutschland bis Ende 2007 auf 3 Mio. t steigenden Produktionskapazitäten von Biodiesel sowie die Aktivitäten für den Ausbau der Biodieselproduktion in Frankreich, Polen und Spanien befürchtet Kliem, dass Versorgungsengpässe mit dem Rohstoff Rapsöl nicht auszuschließen sind, weil der Ausbau der Ölmühlenkapazität nicht im gleichem Maße der Biodieselkapazität folgt. Die Folge sei ein unnötiger Überhang an Rapssaat, der wiederum den Druck auf die Erzeugerpreise erhöht habe. Die UFOP begrüßt daher, dass einzelne Unternehmen ihre Ölmühlenkapazität ausgeweitet haben. Dies reiche jedoch nicht aus, betonte Dr. Kliem. Die UFOP habe deshalb wiederholt Unternehmen, die die Errichtung einer Biodieselanlage planen, dringend empfohlen in das Vorhaben die Errichtung einer Ölmühle einzubeziehen.