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Die Agrarmärkte 2005 für tierische Produkte

Berlin, 28. Dezember 2005. Auf den meisten Märkten für tierische Produkte zeigte sich im Jahresverlauf eine recht ausgeglichene Situation, die den Landwirten vergleichsweise stabile, zum Teil sogar festere Preise brachte. Darauf verwies der Deutsche Bauernverband (DBV) nach einer Analyse der Agrarmärkte. Außerdem verweist er auf mögliche Entwicklungen im Jahr 2006.


Cherolais Kälbchen
Cherolais Kälbchen

Das Milchwirtschaftsjahr 2005 war vor allen Dingen durch eine steigende Milchanlieferung gekennzeichnet. Bei Käse haben nachfragebedingt die Absatzzahlen angezogen, während  für alle anderen Bereiche deutlich rückläufige Verkaufsmengen zu erkennen sind, so der Verband. In fast allen Produktsegmenten gaben die Preise nach. Deshalb sanken auch 2005 die Milchpreise auf durchschnittlich von 27,5 Cent/kg. Für das Jahr 2006 erwartet der DBV, dass sich die Milchanlieferung auf dem Niveau der Vorjahre stabilisiert. Dies würde bedeuten, dass trotz der Erhöhung der Garantiemenge in Deutschland um 139.300 t eine weitere Zunahme der Anlieferung eher unwahrscheinlich ist.

Trotz einer erneuten Ausdehnung der Schweineproduktion von etwa 3% und einer Zunahme der Importe von Ferkeln und Schlachtschweinen haben sich die Schweinepreise aus Erzeugersicht im Kalenderjahr 2005 gut gehalten. Auch für 2006 wird mit einem weiteren Anstieg der Schweinefleischproduktion in Deutschland gerechnet. Aus den vorläufigen Ergebnissen der Viehzählung zeichnet sich laut DBV eine Ausdehnung des Schweinebestandes um etwa 2 % ab. Die gute Nachfrage nach Schweinefleisch auf den Weltmärkten nimmt das Angebot offensichtlich auf, so dass das zufrieden stellende Preisniveau auch 2006 wieder erreicht werden kann, so der Verband weiter.

Unmittelbar vor der Entkopplung der Rinderprämien gab es Ende 2004 und zu Beginn 2005 einen merklichen Anstieg der Schlachtungen von Bullen und Schlachtkühen. Hierdurch bedingt gingen nach DBV-Auskunft die Erzeugerpreise deutlich zurück. Im weiteren Verlauf des Jahres 2005 sank die Eigenerzeugung Deutschlands um 8 % auf ein vergleichsweise niedriges Niveau. Dies wiederum führte bei Jungbullen und Schlachtkühen zu einem kräftigen Preisanstieg. Im weiteren Verlauf des Jahres gaben die Preise aufgrund erhöhter Einfuhren von lebenden Rindern wieder nach, blieben aber über dem Vorjahresniveau. Für 2006 rechnet der Bauernverband mit einem weiteren, verlangsamten Rückgang der Rinderbestände. .


 

 

Durchwachsenes Jahr für deutsche Landwirte

Berlin,  8. Dezember 2005. Die Bilanz auf den Agrarmärkten 2005 fällt aus Sicht der Zentralen Markt- und Preisberichtstelle (ZMP) ohne Extreme und für die meisten Marktteilnehmer gar nicht so schlecht aus. In der Pflanzen- und Tierproduktion wurden zumeist mittlere bis gute Erträge und Produktionsleistungen erreicht. Auf den meisten Hauptmärkten zeigte sich im Jahresverlauf eine recht ausgeglichene Situation, die den Landwirten vergleichsweise stabile, zum Teil sogar festere Preise brachte.

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