Deutschland Service/Presse Nachrichten aus der Landwirtschaft 2008 Raiffeisenverband rechnet mit Getreideernte von 45 Mio. t

Raiffeisenverband rechnet mit Getreideernte von 45 Mio. t

Berlin, 30. Januar 2008. Der Deutsche Raiffeisenverband (DRV) erwartet 2008 bei normalem Witterungsverlauf eine Getreideernte von etwa 45 Mio. t. Das wären 4,4 Mio. t. bzw. 10% mehr als 2007. Der DRV stützt sich auf die bereits veröffentlichten Aussaatflächen für Wintergetreide im Herbst 2007 und Einschätzungen der genossenschaftlichen Saatguthändler für das Frühjahrsgeschäft 2008.


Roggen
Roggen

Durch die Absenkung der Stilllegungsrate auf 0 % und die Einschränkung der Winterrapsflächen wurde nach bisherigen Schätzungen ein zusätzliches Flächenarenal von 250.000 ha Getreide mobilisiert, so der DRV. Hiervon entfallen etwa 180.000 ha auf Winterweizen und 70.000 ha auf zusätzlichen Roggenanbau. Aufgrund der insgesamt guten Vermarktungsaussichten erwartet der DRV, dass die Produzenten durch die Optimierung des Düngemittel- und Pflanzenschutzmittelaufwandes die Ertragspotentiale deutlich besser ausschöpfen werden als in den Vorjahren. Winterweizen könnte demnach absolut den deutlichsten Mengenzuwachs mit 2,2 Mio. t bzw. knapp 11 % erreichen. Im Hinblick auf die Roggenproduktion erwartet der DRV durchschnittliche ha-Erträge von knapp 49 dt/ha. Eine Gesamternte von 3,6 Mio. t sei dann realistisch. Dies wären knapp 35 % mehr als im Vorjahr. Auch die Produktion von Sommergerste und Hafer könnten bei Flächenausdehnungen von rd. 10 % und durchschnittlichen Erträgen um rund 20 % zulegen. Die Ölsaatenernte bewertet der DRV ebenfalls optimistisch. Mit einem guten Durchschnittsertrag von 37,5 dt/ha könne die Flächeneinschränkung von 7% kompensiert und wiederum ein Vorjahresergebnis von 5,3 Mio. t Raps realisiert werden.

 

Flächenprognose für Winterrapsanbau

Berlin, 15. Januar 2008. Die jetzt vorliegende Flächenschätzung des Statistischen Bundesamtes geht von einer Anbaufläche von 1,4 Mio. Hektar Winterraps zur Ernte 2008 aus und ermittelt damit einen Rückgang um 8,4 % gegenüber dem Rekordanbau im Vorjahr. Sie bestätigt damit die bereits Anfang November 2007 von der Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen (UFOP) vorgelegte Prognose.

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