Deutschland Service/Presse Nachrichten aus der Landwirtschaft 2008 Differenzierte Bewertung von Biosprit

Differenzierte Bewertung von Biosprit

Berlin, 4. April 2008. Nachdem Bundesminister Siegmar Gabriel das „endgültige Aus“ für die als Biosprit-Verordnung titulierte Änderungsverordnung zur Kraftstoffqualitätsverordnung verkündet hat, kritisierte der Präsident des Deutschen Raiffeisenverbandes (DRV), Manfred Nüssel, die unzureichende Informationspolitik des Umweltministers.

Hier wächst Biodiesel
Hier wächst Biodiesel

Er wies darauf hin, dass die Diskussion ausschließlich die vermehrte Zumischung von Bioethanol zu Ottokraftstoffen betrifft, während die Beimischung von Biodiesel zu mineralischem Dieselkraftstoff – dem sogenannten B7 – von allen Experten als unproblematisch angesehen werde.

„B7 muss jetzt unverzüglich als neue Norm für Dieselkraftstoff eingeführt werden“, erklärte Nüssel. Die Verzögerungen durch die momentane Diskussion seien nicht länger hinnehmbar. Außerdem müsse dafür gesorgt werden, dass die Reinkraftstoffe B100 sowie E85 möglichst breiten Nutzergruppen zur Verfügung gestellt würden. Ein verstärkter Einsatz, insbesondere in Fahrzeugen des Öffentlichen Personennahverkehrs sowie des Bundes, sei sinnvoll. Grundsätzlich empfahl der DRV auch eine intensive Nutzung von Bio-Schmierstoffen in umweltsensiblen Bereichen. Insbesondere Baumaschinen sowie Maschinen in der Forstwirtschaft sollten vorzugsweise mit biologisch abbaubaren Betriebsmitteln befüllt werden.

 

Biokraftstoffstrategie wird fortgesetzt

Berlin, 4. April 2008. Der gegenwärtig eingesetzte Biosprit-Anteil von maximal 5 % beim Ottokraftstoff bleibt bestehen.  Nach dem Willen von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel wird die Obergrenze für die Biosprit-Beimischung zum Benzin nicht auf 10 Volumenprozent erhöht.
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