Deutschland Service/Presse Nachrichten aus der Landwirtschaft 2008 Landwirtschaft ist Problemlöser der Zukunft

Landwirtschaft ist Problemlöser der Zukunft

Berlin/Warschau, 9. Juni 2008. „Die Landwirtschaft ist ein bedeutender Problemlöser für die globalen Herausforderungen, mit denen unsere Gesellschaft im 21. Jahrhundert konfrontiert ist“. Dies sagte Jack Wilkinson als Präsident des Weltbauernverbandes IFAP beim 38. Weltbauerntag. Über 400 Delegierte des Weltbauernverbandes IFAP aus 80 Ländern weltweit und 3.000 Gäste aus Polen debattierten über die Rolle der Landwirtschaft bei der Überwindung von Hunger und Armut auf der Welt sowie bei der Begrenzung des Klimawandels.


Getreideernte
Getreideernte

Der Deutsche Bauernverband (DBV) war auf dem Weltbauerntag durch Vizepräsident Werner Hilse vertreten, der die Rolle der Bioenergie in der Europäischen Union sowie in Deutschland erläuterte und für einen Ausbau der Bioenergie mit ökonomischem Augenmaß und Weitblick warb.

Die Landwirtschaft sei in den letzten Jahren 20 Jahren sträflich vernachlässigt worden, so die übereinstimmende Analyse der Delegierten. Jahrelanger Preisdruck habe zu mangelnden Investitionen in die Landwirtschaft besonders in den Entwicklungsländern geführt. Auch könnten die Landwirte weltweit dadurch keine angemessenen Einkommen erwirtschaften. Insgesamt sei sowohl in der Forschung als auch in den internationalen Entwicklungsprogrammen der Landwirtschaft als Schlüsselsektor für wirtschaftliche Entwicklung keine hinreichende Bedeutung eingeräumt worden. Vor dem Hintergrund einer Wende auf den internationalen Agrarmärkten habe nun aber ein Umdenken stattgefunden. „Die Landwirtschaft steht inzwischen ganz oben auf den politischen Tagesordnungen“, so die gemeinsame Feststellung der Delegierten.

 

Landwirte beurteilen Zukunft kritischer

Berlin, 24. April 2008. Die wirtschaftliche Stimmung in der deutschen Landwirtschaft hat sich abgekühlt. Auf dieses Ergebnis weist der Deutsche Bauernverband (DBV) nach der aktuellen Erhebung des Konjunkturbarometers Agrar hin. Insbesondere die Erwartungen der Landwirte an die wirtschaftliche Entwicklung in den kommenden zwei bis drei Jahren fallen zurückhaltender aus, während die aktuelle wirtschaftliche Lage weiterhin relativ gut eingeschätzt werde. Ausschlaggebend hierfür seien die von den Landwirten deutlich schlechter eingeschätzten Erzeugerpreise für Milch sowie gestiegene Kosten für Futtermittel und Energie.
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