Deutschland Service/Presse Nachrichten aus der Landwirtschaft 2008 Absicherung naturbedingter Risiken für Landwirte

Absicherung naturbedingter Risiken für Landwirte

Berlin, 19.06.2008. Die Risiken für landwirtschaftliche Betriebe sind durch veränderte Klimabedingungen, erhöhtes Tierseuchenrisiko, wachsende Spezialisierung in den Betrieben und durch immer volatilere globale Märkte erheblich angewachsen. Zu einer modernen Unternehmensführung in der Landwirtschaft gehöre deshalb heute ein angepasstes und funktionierendes Risikomanagement. Darauf verwies der Generalsekretär des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Dr. Helmut Born.


Nässeschaden im Raps
Nässeschaden im Raps

Born sprach sich dafür aus, dass über das Risikomanagement im Rahmen des Health Check nachgedacht werden sollte. Ziel müsse eine gute Arbeitsteilung zwischen Wirtschaft und Politik sein. „Manche Dinge können wir in den Betrieben besser lösen, manches geht praktisch nur mit staatlicher Unterstützung“, so Born. Er unterschied in diesem Zusammenhang wiederkehrende Schadereignisse, wie z.B. Trockenheit in der Vegetationsperiode von den plötzlich auftretenden, wie etwa einen Maul- und Klauenseuchezug oder eine Vogelgrippeepidemie. Dringend benötigt werde umfangreicheres Handwerkszeug bei naturbedingten Risiken.

Staatliche Absicherung sei vor allem bei Großschäden wie Dürre, Überschwemmung und auch bei Tierseuchen notwendig. Für diese Rückdeckung dürfe es jedoch nicht zu einer neuerlichen Umverteilung der EU-Betriebsprämien. Der entkoppelte, einheitliche Flächenausgleich habe selbst eine Risiko mindernde Funktion in jedem Betrieb. Einzelbetrieblich wäre neben dem Abschluss von Versicherungen besonders die Einführung einer allgemeinen Risikoausgleichsrücklage in der Bilanz des landwirtschaftlichen Betriebes eine große Hilfe. Es gehe hierbei nicht nur um eine Investitionsrücklage oder den Krisenfall mit steuerlicher Streckung wie im Forstschädenausgleichsgesetz, sondern um eine steuerbegünstigte Gewinnrücklage für jeden landwirtschaftlichen Betrieb, welche mithelfen könne, natürliche Krisenfälle wie auch Marktschwankungen abzupuffern.

 

Ausgleichszahlungen bleiben notwendig

Brüssel, 19. Mai 2008. Die Bauern sind auf die Ausgleichszahlungen der EU-Agrarpolitik angewiesen, wenn sie weiterhin in der Lage sein sollen, weltweit die höchsten Standards der Lebensmittelsicherheit, des Umweltschutzes und des Tierschutzes zu erfüllen, im Wettbewerb zu bestehen und die Lebensmittelproduktion aufrecht zu erhalten.

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