Getreideernte steigt um 18 % auf 47,7 Mio. t
Berlin, 31.07.2008. Der Deutsche Raiffeisenverband (DRV) erwartet, dass nach den bislang vorliegenden Ernteergebnissen seine bisherigen Vorschätzungen zur Ernte 2008 übertroffen werden. Bei abgeschlossener Gerstenernte und bislang guten Druschergebnissen bei Weizen, Roggen, Triticale und Sommergerste erwartet der Verband jetzt mit 6,84 t/ha knapp 11 % höhere Durchschnittserträge und eine Erntemenge von 47,7 Mio. t Getreide. Das Ergebnis des Vorjahres (40,5 Mio. t) wird um voraussichtlich 7,3 Mio. t oder knapp 18 % übertroffen.
Erntebeginn schätzte der DRV die Menge noch 1 Mio. t geringer ein. Der Getreidebedarf in Deutschland wird vom DRV bis zur nächsten Ernte auf knapp 40 Mio. t veranschlagt.
Regional fallen die Ergebnisse sehr unterschiedlich aus. Das Ertragsniveau des Vorjahres werde voraussichtlich nur in Bayern und Sachsen verfehlt. Die Qualitäten seien gut bis befriedigend, geringere Proteinwerte bei Weizen würden den Angebotsdruck für Futtergetreide verstärken. Auch bei Raps zeigten sich - mit regionalen Unterschieden - gute Erträge einhergehend mit besseren Qualitäten und Ölgehalten als im Vorjahr. Der DRV schätzt den bundesweiten Durchschnittsertrag weiterhin auf 3,61 t je ha. Gegenüber dem Vorjahr wäre dies ein Zuwachs von 200 kg oder 6 % je ha. Da die Rapsfläche um 8,4 % oder knapp 130.000 ha auf 1,4 Mio. ha eingeschränkt wurde, wird die vom Raiffeisenverband erwartete Rapsernte von 5,1 Mio. t das Vorjahresergebnis von 5,3 Mio. t voraussichtlich nur um 4 % verfehlen.