Vorbeugung gegen Fusarien
Bonn, 30. Oktober 2008. Die Wurzelballen des Maises und die verholzten Teile im Bereich der bodennahen Knoten mit den Stützwurzeln sind ein idealer Nährboden für Fusarien. Da die Herbstbestellung von Wintergetreide in diesem Jahr weitgehend unter sehr guten Voraussetzungen stattfinden kann, sollten die Landwirte Wert darauf legen, das Maisstroh intensiv zu zerkleinern und einzuarbeiten, um der Folgefrucht optimale Startbedingungen zu bieten. Darauf weist das Deutsche Maiskomitee (DMK) hin.
Ährenfusarien im Weizen gingen häufig mit einer Mykotoxinbelastung des Korns einher. Das Infektionspotential ließe sich mit einer optimalen Strohrotte deutlich senken. Das DMK empfiehlt den Landwirten daher, das Maisstroh mit einer Scheibeneggenkombination oder einem zapfwellengetriebenen Mulcher zu zerkleinern, um den Prozess der Strohrotte zu fördern. Auch durch die Sortenwahl bei der Vorfrucht Mais ließe sich das Risiko für einen Befall im Weizen verringern. So könne die Rottephase nach der Ernte beispielsweise durch frühreife Maissorten verlängert werden. Kurzstrohige Maissorten reduzierten die Menge anfallenden Strohs zudem um bis zu 3 t/ha Trockenmasse.