• 201406_KWS-Roggen_0117.jpg
    Mutterkorn

Mutterkorn im Roggen

(Claviceps purpurea)

Bedeutung

Beim Mutterkornbefall entsteht der Schaden weniger durch einen Ertragsverlust als durch die giftigen Alkaloide in den Dauerkörpern. Hoher Besatz im Erntegut schränkt die Vermarktung sowohl für die Humanernährung als auch für die Futternutzung ein. Ab einem Grenzwert von 0,1 % bei Futterroggen und 0,05 % bei Brotroggen ist eine Vermarktung der Ware nicht mehr oder nur noch mit Preisabschlägen möglich.

Hauptsymptome

Der Mutterkornerreger (Claviceps purpurea) bildet während der Blütezeit an einzelnen Fruchtständen gelblich klebrige Tropfen (Honigtau). Später fallen dann die dunkelvioletten oder auch weißen hornförmigen Mutterkörner auf, die sich anstelle von Getreidekörnern entwickeln. Ihre Größe kann von wenigen Millimetern bis zu sechs Zentimetern erreichen.