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    Silierung

Der Ablauf der Silierung – ein Prozess von enormer Bedeutung!

Speziell in der Milchviehfütterung und Rinderhaltung ist die Maissilage ein wichtiges Futtermittel: Es ist kostengünstig in der Produktion, liefert hohe Energiegehalte und ist ausgezeichnet zu lagern, um eine ganzjährige Versorgung sicherzustellen.

Bei der Silagebereitung sollen folgende Ziele erreicht werden:

1. Nährwerte erhalten

  • Der Nährwert des einsilierten Futters soll erhalten bleiben.
  • Milchsäurebakterien wandeln pflanzliche Kohlenhydrate in organische Säuren um.
  • Die entstehenden Säuren führen zu einer Absenkung des pH-Wertes.
    Dieser sollte abhängig von der Trockenmasse der Maissilage wie folgt sein:
    Frischer Mais: pH 6,5 - 7
    <30 % TM: pH <= 4,0
    >30 % TM: pH <= 4,5
  • Der niedrige pH-Wert konserviert den Silostock und macht die Silage über einen langen Zeitraum lagerfähig.

2. Verluste erkennen

  • Optimale Silierprozesse gehen mit Verlusten von 5 bis max. 10% einher, abhängig vom Gärsäureverlauf der Silierung.
  • Die reine Milchsäuregärung ist verlustfrei. Bei der Essigsäuregärung entstehen TM-Verluste von ca. 5%.

3. Verluste vermeiden

  • Die Essigsäuregärung sollte trotz höherer Silierverluste immer zu einem gewissen Anteil beteiligt sein, da Essigsäure die aerobe Stabilität fördert und deshalb höhere Verluste bei der Siloentnahme verhindert.
  • Alle verfahrensabhängigen und vermeidbaren Verluste während der Ernte und Entnahme müssen vermieden werden.

Energieverluste bei der Silierung

Entstehende Energieverluste im Silierprozess werden unterschieden in „unvermeidbar“, „verfahrensabhängig“ und „vermeidbar“. Die folgende Tabelle zeigt Ihnen die Verluste an Nettoenergie bei der Silierung auf:

Verlustursache Bewertung Energieverluste (%)
Restatmung unvermeidbar 1 - 2
Vergärung unvermeidbar 4 - 10
Silagesickersaft verfahrensabhängig 0 - 8
Feldverluste verfahrensabhängig 1 - 5
Fehlgärungen vermeidbar 0 - 10
Aerober Verderb (im Silo) vermeidbar 0 - 10
Nacherwärmung (bei Entnahme) vermeidbar 0 - 10

Quelle: KWS SAAT SE nach Zimmer

Optimaler Gärverlauf der Milchsäuregärung

Quelle: KWS SAAT SE

Quelle: KWS SAAT SE

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