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    Beizung Zuckerrübe

Saatgutschutz bei Zuckerrüben - Vorteile der Pillierung des Saatguts

Da Zuckerrüben in der Jugendentwicklung besonders empfindlich gegenüber Stress sind und bei der Aussaat auf Endabstand abgelegt werden (11 – 12 Pflanzen/m²), ist der Schädlingsdruck sehr hoch. Daher muss eine Auflaufabsicherung und ein lang anhaltender Schutz des Keimlings und der jungen Rübenpflanze sichergestellt werden, welches die KWS durch die Pillierung und Beizung des Saatgutes erreicht.

Vorteile der Pillierung des Saatguts:

  • schonende Anlagerung des Beizmittels an das Saatgut
  • Schutz vor Auflaufkrankheiten und –schäden durch Schädlinge
  • je nach Schädlingsvorkommen können bei der Saatgutbestellung verschiedene Beizausstattungen von Ihnen ausgewählt werden
  • homogenes Saatgut
  • einfache und exakte Aussaat mit Einzelkorndrillmaschinen
  • verbesserter Feldaufgang durch spezielle Hüllmassenkomponenten

Aufgrund dieser Faktoren ist die Saatgutbeizung die wichtigste Maßnahme die Rübe so
lange zu schützen, bis sie sich so weit entwickelt hat, dass sie Schaderreger aus
eigener Kraft abwehren kann.

Aufbau der Zuckerrübenpille

Beim Aufbau der Zuckerrübenpille kann man zwischen vier Schichten um den aufbereiteten Samen unterscheiden:

  • schonende Anlagerung Beizmittel an das Saatgut
  • Schutz vor Auflaufkrankheiten und –schäden durch Schädlinge
  • je nach Schädlingsvorkommen können bei der Saatgutbestellung verschiedene Beizausstattungen von Ihnen ausgewählt werden
  • homogenes Saatgut
  • einfache und exakte Aussaat mit Einzelkorndrillmaschinen
  • verbesserter Feldaufgang durch spezielle Hüllmassenkomponenten

Schicht 1:

  • mit Hilf eines filmcoating-Verfahrens wird eine dünne Schicht mit dem Fungizid TMTD (Wirkstoff Thiram) appliziert
  • noch am Saatgut befindliche (samenbürtige) pilzliche Schaderreger werden durch die desinfizierende Wirkung abgetötet

Schicht 2:

  • dient zum Aufbau der formgebenden Pille durch feste und flüssige Hüllmassenkomponenten
  • starke Beeinflussung des Gewichts und Gestalt der Pille
  • die Hüllmassenkomponenten beinhalten dabei verschiedene Keimungs- und Aufgangsfördernde Stoffe
  • fungiert als räumliche Trennung zwischen dem Samen und den Beizmitteln, die in der dritten Schicht aufgetragen werden (Schutz vor phytotoxischen Effekten)

Schicht 3:

  • Verwendung eines weiteren filmcoating-Prozesses um eine Suspension aufzutragen, welche Insektizide und Fungizide enthält, um samenbürtige Krankheiten zu bekämpfen
  • schützt das keimende Saatgut vor dem Befall mit diversen tierischen Schaderregern und Pilzen (Aphanomyces cochlioides und Pythium ultmum)

Schicht 4:

  • Applikation der Pigmenthülle über das filmcoating-Verfahren direkt nach dem Auftragen der dritten Schicht
  • verhindert beim Drillprozess den Abrieb der Beizmittel und schützt den Landwirt vor dem direktem Kontakt mit Beizmitteln
  • verleiht der KWS-Pille ihre typisch brilliante orangene Färbung
  • Abschluss der Saatgutbehandlung mit einem kurzen Trocknungsprozess

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