Roggenblüte und Mutterkorn

25.05.2018

In den meisten Regionen befindet sich der Roggen derzeit in der Blüte. Frühe Bestände haben bereits abgeblüht, in späten Beständen steht die Blüte bereits kurz bevor. Als Fremdbefruchter ist Roggen auf Pollenflug angewiesen. Die unbefruchteten, geöffneten Blüten können bei mangelhaftem Pollenangebot mit Mutterkorn infiziert werden. Neben vorbeugenden Maßnahmen, wie Feldhygiene und Vermeidung von Nachschossern, ist die Sortenwahl die Basis der Risikominimierung.

Durch den Anbau von Sorten mit genetisch erhöhter Pollenschüttung (PollenPlus®-Hybriden) ist der Mutterkornbefall in den letzten Jahren erfolgreich reduziert worden. Jedoch kann durch den großen Einfluss der Witterung das Risiko nicht komplett minimiert werden. Regen, hohe Luftfeuchtigkeit und niedrige Temperaturen während der Blüte mindern den Pollenflug und erhöhen damit das Mutterkornrisiko.

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Für den Mutterkorngehalt im Erntegut sind Grenzwerte festgelegt:

  • Brotroggen: 500 mg bzw. 0,05 Gewichtsprozent
    (NEU seit 2015: aus dem Richtwert der Intervention ist ein Grenzwert geworden)
  • Futterroggen: 1.000 mg bzw. 0,1 Gewichtsprozent
  • Ethanolroggen: 1.000 mg bzw. 0,1 Gewichtsprozent bei Verwendung der Schlempe als Futtermittel

Bei Überschreitung der Werte kann der Abnehmer Abzüge vornehmen bis hin zur Ablehnung der Partie. Zwischen den Sorten gibt es teilweise erhebliche Unterschiede in der Mutterkornanfälligkeit. Setzen Sie auf PollenPlus®-Hybriden!

PollenPlus®-Sorten machen den Unterschied

Offizielle Einstufungen belegen sehr deutlich, dass PollenPlus®-Hybriden über eine geringere Anfälligkeit gegenüber Mutterkorn verfügen.

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