Marktkommentar: Knappe Roggenversorgung zu erwarten

Roggenernte

23.07.2018

Während die Sonne seit Monaten über den Getreidefeldern im „Rye Belt“ (Roggenanbaugürtel) brennt und die Böden ausgetrocknet hat, schweben dunkle Wolken über die Entwicklung in der Getreidewirtschaft. Die Liquidität ist in vielen landwirtschaftlichen Betrieben stark angespannt. Innerhalb der EU-Staaten wird bereits über Dürrehilfen für die betroffenen Länder diskutiert. Die schwierige Situation macht auch vor dem vor- und nachgelagerten Bereich keinen Halt.

Roggenmarkt und Handlungsempfehlung

Die aktuellen Ernteprognosen für Roggen scheinen noch zu optimistisch. Bei einer weiter rückläufigen Produktion wird die Roggenversorgung knapp. Roggenmühlen sollten sich daher rechtzeitig mit Brotqualitäten eindecken. Für Landwirte ist es ratsam erst einmal den Drusch abzuwarten, die Mengen und Qualitäten zu erfassen und die Ware einzulagern. Sollten sich die Prognosen bewahrheiten, wird im westlichen Rye Belt der Roggenpreis ein weiteres Jahr an die Weizenpreise heranreichen und regional den Preis überschreiten. Auch im östlichen Rye Belt fällt die Ernte geringer aus als im Vorjahr, sodass sich dort die Preisdifferenzen zum Weizenmarkt verringern sollten. Daher sollte auch dort der Roggen vorerst eingelagert werden.

Lesen Sie den kompletten Bericht von Dr. Reimer Mohr.