• Schweinefütterung Roggen
    Roggen in der Mastschweinefütterung

Feldstudie zur Roggenfütterung

Häufig sind Fütterungskonzepte für Mastschweine in erster Linie auf Weizen, Triticale und Maisbasis konzipiert. Neue Untersuchungen zeigen, dass der Einsatz von hohen Roggenanteilen in der Ration über hohe Ballaststoffgehalte (Fruktane) verschiedene positive Effekte mit sich bringt. Die genossische Viehvermarktung Walsrode und die KWS haben eine Feldstudie zum Roggeneinsatz in der Schweinemast ins Leben gerufen. Die Ergebnisse der Praxisstudie richten den Fokus auf die Salmonellenbelastung und den durch Skatol induzierten „Ebergeruch“. Darüber hinaus kann eine roggenreiche Fütterung zu einer nachhaltigen, ressourceneffizienten Produktion und zur Förderung von Tierwohl und Lebensmittelsicherheit beitragen.

Fakten zur Feldstudie

Betriebe

18 Betriebe mit insgesamt 17.999 Mastplätzen (darunter 10 Ebermäster) führen zu 45.118 Tieren.

Ergebnisse

  • Reduktion der Salmonellenbelastung (-35 % bzw. -30 %)
  • Ohne Problemferkelbetriebe jeweils 50 % Reduktion der Salmonellenbefunde
  • Abnahme oder Vermeidung von Geruchsabweichern in der Ebermast
  • Bei gleichzeitig gutem Leistungsspektrum (> 800 g tägliche Zunahme)

Weiteres Vorgehen

Die Feldstudie läuft noch bis Sommer 2018, um weitere Daten und Betriebe zu erfassen und um jahreszeitliche Effekte auszuschließen.

Hohe Leistung, wenig Tierverluste

Die Leistungsdaten zeigen gute tägliche Zunahmen (> 800 g). Tierverluste konnten auf 1 % halbiert werden im Vergleich zur Übergangsphase.

  • In der Testphase erzielten die Betriebe eine tägliche Zunahme von 817 g/Tag, kommend von 791 g/Tag.
  • Die Tierverluste reduzierten sich im Vergleich zur Vorlaufphase.
  • Die Futterverwertung lag bei 1:2,6 (Eber) sowie bei 1:2,8 im Standard über beide Phasen.
  • Durchschnittlich wurde ein Fleischmaß von 65 mm bei einem Speckmaß von 13 mm erreicht.

Minus 30 % Salmonellenbefunde über alle Betriebe

Hohe Roggenanteile führen zur Vermeidung des Ebergeruchs

Grobe Futterstruktur, hohe Roggengehalte sowie Gerste führten zur Vermeidung des Ebergeruches. In 8 von 9 Betrieben nahmen Geruchsabweicher ab bzw. konnten vermieden werden.

Ebergeruch Feldstudie Roggenfütterung

Futteranalyse: Fruktanwerte im Roggen sind doppelt so hoch wie in anderen Getreidekulturen

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Dr. Andreas von Felde
Dr. Andreas von Felde
Leiter Produktmanagement International Food/Feed
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