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    Wiebrechtshausen

Klostergut Wiebrechtshausen

Mit Gründung der KWS Klostergut Wiebrechtshausen GmbH fiel der Startschuss für die Tätigkeiten im ökologischen Landbau bei KWS. Alle Flächen des Klostergutes wurden ab 2002 umgestellt und ökologisch bewirtschaftet. Ebenso bauen wir hier neueste Kreuzungen in Feldversuchen an und prüfen diesen unter realen Bedingungen auf ihre Eignung für den ökologischen Landbau. Zentrale Tätigkeiten und Aufgaben in Wiebrechtshausen sind:

  • Bereitstellung von Ackerflächen für die Entwicklung und Selektion neuer Sorten für die Ansprüche des ökologischen Landbaus
  • Ökologische Züchtungs- und Anbauversuche
  • Saatgutvermehrung
  • Hackfruchtanbau (Kartoffel, Möhren, etc.)
  • Offizieller Prüfstandort der Landwirtschaftskammer Niedersachsens für die Landessortenversuche

Alle Versuche und Flächen können im Rahmen von Feldtagsveranstaltungen oder Exkursionen besichtigt werden.

Forschung

In fast alle Forschungsvorhaben sind externe Partner aus der Wissenschaft, Offizialberatung und weiteren Gebieten des Öko-Landbaus einbezogen. Züchter sowie das Öko-Produktmanagement nutzen die Flächen des Klostergutes und stellen jedes Jahr im großen Umfang Parzellenversuche zusammen. Leistungsprüfung jüngster Kreuzungsprodukte, offizielle Sortenprüfungen der Landwirtschaftskammer Niedersachsen (Landessortenversuche), verschiedene Forschungsprojekte – auch mit Universitäten – sowie Versuchsansätze zum praktischen Öko-Landbau werden umgesetzt.

Vermarktung

Das angebaute Getreide (Weizen, Gerste, Triticale, Roggen) wird zum überwiegenden Teil als Saatgetreide vermarktet. Nach der Feldkontrolle durch die Vermehrungsorganisation und die Saatgutaufbereitung wird Öko-Saatgut über die Erzeugergemeinschaft oder über die Gesellschaften der KWS Gruppe und den Landhandel an Öko-Landwirte verkauft.

Der deutlich größere Teil der Erntemengen (Kartoffeln, Möhren) wird über die Marktgesellschaft der Naturland-Betriebe sowie über die Gesellschaften der KWS Gruppe vermarktet.

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Qualitätsstandard und Kontrollen

Wir bewirtschaften Wiebrechtshausen nicht nur nach den Richtlinien der Öko EU-Verordnung zum ökologischen Landbau (EG Nr. 889/2008), sondern auch nach den Richtlinien des Naturland-Verbandes.

Wie jeder ökologisch wirtschaftende Hof wird auch das KWS Klostergut Wiebrechtshausen einmal jährlich auf die Einhaltung der EG-Öko-Verordnung und zusätzlich der Naturland-Verbandsrichtlinien überprüft. Diese Kontrollen führt die unabhängige, staatlich zugelassene Kontrollstelle Lacon durch.

Zusätzlich ist der Betrieb nach den Qualitätssicherungsstandards QS GAP und QS zertifiziert, welche insbesondere die Punkte Lebensmittelsicherheit, Umwelt- und Arbeitnehmerschutz berücksichtigen.

EU-Verordnung für Öko-Produkte

Produkte die das EU Öko-Siegel tragen müssen nach der EU-Verordnung (EG Nr. 889/2008) für den ökologischen Landbau erzeugt worden sein. Diese Verordnung und seine Durchführungsvorschriften gelten europaweit, werden ständig weiterentwickelt und durch die Richtlinien der Anbauverbände, wie zum Beispiel Bioland oder Naturland noch enger gefasst.

Unsere Öko-Zertifikate

  • Öko-Zerifikat für Roggen 2017/18

    pdf | 209 kB

  • Öko-Zertifikat für Zuckerrüben, Mais. Öl- und Feldfrüchte 2017

    pdf | 115 kB

Weitere Prüfungsstandorte für ökologischen Landbau

Weitere Öko-Prüfstandorte der KWS befinden sich bei Kürnach (Bayern) und Petkus (Brandenburg). Dort steht, angepasst an die Standorte, eine Auswahl an Kulturen. Außerdem ist die KWS über einen Winterweizen-Ringversuch mit weiteren Öko-Züchtern im Austausch und führt direkte Sortenvergleiche durch. Um die Ergebnisse der Versuche und die Entwicklung neuer Sorten möglichst schnell in den praktischen Öko-Landbau zu übertragen, finden jährlich verschiedenen Feldtage und Informationsveranstaltungen im ganzen Bundesgebiet statt, zum Teil in Kooperation mit weiteren Partnern aus dem Öko-Landbau.

Dank der praxisnahen Bedingungen auf dem Klostergut Wiebrechtshausen, sowie auch an den anderen Öko-Prüfstandorten, ist die Übertragung der Versuchsergebnisse in die landwirtschaftliche Praxis sehr gut möglich.

Kürnach, Landkreis Würzburg (Bayern)

Höhenlage: 281 m NN
Jahresniederschlag: 606 mm
Jahrestemperatur: 9,1 °C
Bodenart: Löss, 70-75 Bodenpunkte

Besonderheiten am Standort:

  • Fränkische Platte
  • ausgeprägte Frühjahrs- und Frühsommertrockenheit

KWS Prüfstandort für:

  • Öko-Wintergetreide und –Sommergetreide sowie Öko-Körnererbsen
  • Start der Versuche und Sortenprüfungen für den Öko-Landbau: 2005
  • die benötigte Öko-Ackerfläche für die Prüfungen wird jährlich gepachtet, der kooperierende Betrieb ist Bioland zertifiziert

Petkus, Landkreis Teltow-Fläming

Höhenlage: 145 m NN
Jahresniederschlag: 596,4 mm
Jahrestemperatur: 8,5 °C
Bodenart: lehmiger Sand, 28-36 Bodenpunkte

Besonderheiten am Standort:

  • bedeutendste Roggenanbauregion Deutschlands
  • kontinentales Klima: kalte Winter mit wenig Schnee, heiße (Früh-)Sommer)

KWS Prüfstandort für:

  • Winterroggen und Triticale, sowie Öko-Winterroggen
  • Start der Versuche und Sortenprüfungen für den Öko-Landbau: 2003
  • züchterische Arbeit: Resistenzzüchtung Winterroggen (ökologisch und konventionell)
  • die benötigte Öko-Ackerfläche für die Prüfungen wird jährlich gepachtet, die kooperierenden Betriebe sind unter anderem Gäa- oder Bioland zertifiziert

Ihre Ansprechpartner

Axel Altenweger
Axel Altenweger
Betriebsleiter Klostergut Wiebrechtshausen
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Bettina Jorek
Bettina Jorek
Produktmanagerin Öko Saatgut
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