Starker Knospenabwurf im Winterraps

Auf einigen Schlägen zeigt sich kein normaler Blühbeginn. Starker Knospenabwurf im Winterraps führt zu verzögerten Blühbeginn und stark verringerten Ertragserwartungen, bei betroffenen Beständen.

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Die Einzelpflanzen haben starke Knospenreduzierungen.

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  • Ein Grund für den Knospenabwurf ist die „Knospenwelke“.
  • Nach längeren kühlen Witterungsperioden mit anschließendem starkem Sonnenschein und Hitze kann es zur Knospenwelke kommen.
  • Der sehr schnelle Wachstumsbeginn im April, nach dem sehr kalten März, hat bei den Pflanzen zu einer zeitlichen mangelnden Nährstoffversorgung geführt.
  • Die Rapspflanzen konnten während der intensiven Wachstumsphase im April die generativen Organe nicht ausreichend versorgen, was den Knospenabwurf verschärfte.
  • Das heißt das auch sehr gut versorgte Bestände jetzt kaum blühen und sehr schlecht aussehen, die von der Knospenwelke betroffen sind.

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Zum Teil war auch ein Rapsglanzkäferbefall zu beobachten. Trotz intensiver Bekämpfung konnte der Befall nur geringfügig reduziert werden. Der Fraß der Rapsglanzkäfer hat ebenfalls zu Knospenreduzierungen geführt.

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Die Ertragserwartungen der betroffenen Bestände sind durch die genannten Umstände gesunken. Die Nebentriebe können leider nicht viel kompensieren, da sie auch stark geschädigt sind. Es ist zu erwarten, dass der Raps noch Nebentriebe bildet, die aber zu sehr ungleichmäßigen und unterschiedlich abreifenden Beständen führen. Sollten Bestände so stark geschädigt sein wie im Bild unten, liegt die Ertragserwartung auf einem niedrigen Niveau.

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