In der rätselhaften Welt des Christian Hahn: phantastisch-opulente Malereien im Biotechnikum der KWS Einbeck

1.11.2017

Es sind akribische, beinahe schon altmeisterliche Bilderwelten, die der Hamburger Maler Christian Hahn jetzt im Rahmen der Reihe „Kunst im BiT“ im Biotechnikum der KWS SAAT SE in Einbeck präsentiert. Auf den teils großformatigen Leinwänden des Malerei-Professors an der HAW Hamburg geht eine Vielzahl teils widersprüchlich scheinender Bildelemente faszinierende Verbindungen ein.

KWS Vorstandsmitglied Peter Hofmann, Künstler Christian Hahn und Kunsthistoriker Michael Stoeber bei der Eröffnung der Ausstellung „Creating Nature“ (von links).

KWS Vorstandsmitglied Peter Hofmann, Künstler Christian Hahn und Kunsthistoriker Michael Stoeber bei der Eröffnung der Ausstellung „Creating Nature“ (von links).

Mit großer Eleganz und malerischer Finesse durchdringen sich im Werk des einstigen Schülers Olav Christopher Jenssens und Werner Büttners Abstraktion und Gegenständlichkeit, Fläche und Raum. Motive vor allem aus der Tier- und Pflanzenwelt werden wie Versatzstücke in surreal anmutende Räume ohne eindeutig festgelegte Perspektive oder vor poppig-ornamentale Hintergründe gestellt.

„Man spürt Ihre Liebe zum Handwerk“, sagte Peter Hofmann, Vorstandsmitglied KWS, in der Begrüßung. „In Ihrem Fall kommt Kunst ganz augenscheinlich von Können. Und es befähigt Sie zu Ihren hochkomplexen, vor Erfindungskraft und Detailliertheit strotzenden Bilderwelten“, so Hofmann weiter.

Wirklichkeit wird vom Künstler als Collage verschiedenster Fragmente aus ganz unterschiedlichen Sinn- und Wahrnehmungszusammenhängen begriffen – gewiss keine „Fake News“, aber zumindest doch so etwas wie „Fake Reality“. Eine frei ersonnene Wirklichkeit, die ein weites und vieldeutiges Assoziationsfeld öffnet, das der Künstler bewusst nicht eingrenzen will. Warum eine Horde von Halskrause tragenden Hunden durch eine imaginäre Landschaft taumelt, in der einzig Rucolasalat gedeiht, will oder kann der Künstler nicht erklären. „Ich spreche nicht über, sondern durch meine Bilder“, sagt Hahn nur.

Seine minuziös ausgeführten Malereien – der Künstler produziert nach eigenen Aussagen üblicherweise nicht mehr als ein Bild im Monat - muten ähnlich phantastisch an, wie die an Hochleistungsrechner ersonnenen, zugleich hyperrealistisch und fremd wirkenden Parallelwelten der Computerspieleindustrie. Auf die noch recht junge ästhetische Gattung des Games-Designs anspielend, bezeichnet Christian Hahn seine Malereien denn auch als „gesampelte Erzählungen“.

„Creating Nature“ – Natur erfinden: Mit diesem vieldeutigen Titel hat Christian Hahn seine rund zwei Dutzend Werke umfassende Schau versehen. KWS Mitarbeiter haben noch bis zum 25. Januar 2018 Gelegenheit, in der frei erfundenen Wirklichkeit des Hamburgers zu schwelgen, externe Besucher sind zu einer Ausstellungsführung durch den Künstler am 18. Januar 2018 von 18.30 Uhr an herzlich eingeladen. Anmeldungen dafür nimmt Bettina Alex, KWS SAAT SE, Tel. 05561-311-638, bettina.alex@kws.com gern entgegen.

Über KWS*

KWS ist eines der führenden Pflanzenzüchtungsunternehmen weltweit. 4.950 Mitarbeiter in 70 Ländern erwirtschafteten im Geschäftsjahr 2016/2017 einen Umsatz von 1.080 Mio. Euro und erzielten dabei ein Ergebnis von 132 Mio. Euro vor Zinsen und Steuern (EBIT). Seit mehr als 160 Jahren wird KWS als familiengeprägtes Unternehmen eigenständig und unabhängig geführt. Schwerpunkte sind die Pflanzenzüchtung und die Produktion sowie der Verkauf von Mais-, Zuckerrüben-, Getreide-, Raps- und Sonnenblumensaatgut. KWS setzt modernste Methoden der Pflanzenzüchtung ein, um Erträge sowie Resistenzen gegen Krankheiten, Schädlinge und abiotischen Stress weiter zu verbessern. Um dieses Ziel zu realisieren, investierte das Unternehmen im vergangenen Geschäftsjahr mit 190 Mio. Euro und damit 17 Prozent des Umsatzes in Forschung und Entwicklung. Weitere Informationen: www.kws.de.

*Alle Angaben ohne die Anteile der at equity bilanzierten Gesellschaften AGRELIANT GENETICS
LLC., AGRELIANT GENETICS INC. und KENFENG – KWS SEEDS CO., LTD.

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