Dr. Léon Broers

Dr. Léon Broers (geb. 1960 in Kerkrade, Niederlande) kam 2007 zur KWS Gruppe und übernahm als Mitglied des Vorstands das Ressort Forschung und Züchtung. Dr. Broers ist Pflanzenzüchter durch und durch. Nach seinem Studium der Pflanzenzüchtung an der Universität in Wageningen hat sich Dr. Broers auf die Züchtung von Getreidearten spezialisiert. 1989 promovierte er auf dem Gebiet der Resistenzzüchtung in Weizen.

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Bessere und sicherere Erträge mit weniger Pflanzenschutzmittel und Dünger! Das ist nachhaltig! Das ist das Potenzial der Pflanzenzüchtung.
Dr. Léon Broers, Vorstandsmitglied der KWS SAAT SE

Werdegang

2007

Einstieg bei KWS als Vorstandsmitglied für das Ressort Forschung und Züchtung.

2001

Von 2001 bis 2003 absolviert er berufsbegleitend ein MBA-Studium.

1997

Wechselt er als Leiter der Züchtungsabteilung (Head of Breeding EuMEA) zum holländischen Gemüsezüchter Nunhems, wo er bis 2006 europäische Züchtungsprogramme für verschiedene Kulturarten leitet.

1995

Kehrt er nach Europa zurück und steigt bei Lochow Petkus in Allones in Frankreich ein; als Stationsleiter verantwortete er die Weizenzüchtung.

1989

Nach seiner Promotion arbeitet er in Mexico am Centro Internacional de Mejoramiento de Maíz y Trigo (CIMMYT). Als wissenschaftlicher Mitarbeiter ist er an Forschungsprogrammen in Südamerika und Afrika im Bereich der Resistenzzüchtung verschiedener Getreidearten beteiligt.

Nachgefragt: Dr. Léon Broers über…

…Investitionen in Forschung und Züchtung

„Wir glauben an eine moderne und nachhaltige Landwirtschaft. Ziel unserer Züchtungsarbeit ist es, Landwirten genau die Sorten zur Verfügung zu stellen, die deren Anforderungen erfüllen. Ob konventionelle oder ökologische Landwirtschaft spielt dabei keine Rolle. Wir bieten Saatgut an, das dem Klima und den Bodenverhältnissen der verschiedenen Regionen angepasst ist, den Ertrag steigert und mit dem der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln reduziert werden kann. Um diesem Anspruch aber gerecht zu werden, betreiben wir enormen Aufwand. KWS ist aus der Tradition heraus ein forschungsintensives Unternehmen. Dazu gehört, dass wir in Innovationen investieren und unsere Aufwendungen für Forschung und Züchtung kontinuierlich steigern. Im vergangenen Geschäftsjahr waren es rund 17 Prozent unseres Umsatzes.“

…die Bedeutung innovativer Technologien

„Durch den Klimawandel, begrenzte Ressourcen und höhere Ansprüche an Produktivität wird Züchtung immer komplexer und anspruchsvoller. Angesichts des wachsenden Bedarfes an pflanzlichen Rohstoffen sind wir auf Innovationen angewiesen. Statt einer Erweiterung der Anbaufläche, über die früher die Anbaumenge vergrößert wurde, geht es heute darum, Ernteverluste zu minimieren und Sortenerträge zu maximieren. Daher wird es immer wichtiger, Erfolg versprechende Forschungsthemen und Technologien zu identifizieren und noch wichtiger: sie auch in der Züchtung umzusetzen.“

…den Einsatz von neuen Züchtungsmethoden

„In dem Punkt ist es wichtig, zu differenzieren. Methoden, die ohne den Transfer von artfremden Genen und Genbestandteilen auskommen, führen zu naturidentischen Produkten. Diese Produkte sind vom Gesetzgeber wie traditionelle Züchtungsprodukte einzustufen. Sie sind keine Gentechnik. Aus unserer Sicht können die neuesten Züchtungsmethoden, wie zum Beispiel Genome Editing, einen wichtigen Beitrag zu einer nachhaltigeren und ertragsstarken Landwirtschaft leisten und die genetische Variation für eine größere Sortenvielfalt erweitern. Züchtungsziele wie eine verbesserte Widerstandsfähigkeit der Pflanzen gegen Krankheiten, Schädlinge und abiotischen Stress können wir so schneller erreichen.“

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